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AnalysenDurchschnitt der letzten 3 Monate: 2 Analysen MARSEILLE-KLINIKEN AG auf kaufen gestuft
2 Analysen (Treffer: 1-2)
Analyse
Marseille-Kliniken kaufenDüsseldorf (aktiencheck.de AG) - Die Analysten von GSC Research, A. Langhorst und K. Kränzle, empfehlen die Marseille-Kliniken-Aktie (ISIN DE0007783003/ WKN 778300) weiterhin zu kaufen. Bei den Zahlen für das Geschäftsjahr 2007/08 (bis 30.06.2008) seien wegen der Nachaktivierung von Finance-Lease-Verträgen einige GuV-Positionen nachträglich geändert worden. Diese Änderungen seien im Geschäftsbericht 2008/09 bereits eingearbeitet. Weiterer Anpassungsbedarf bestehe nach Auskunft der Marseille-Kliniken AG nicht. Obwohl die Ergebniserwartungen der Analysten für das am 30.06.2009 abgelaufene Geschäftsjahr bereits im Vorfeld bewusst niedrig gewesen seien, hätten die dann gemeldeten Zahlen leider auf der Ergebnisebene ihre vorsichtigen Schätzungen noch unterboten. Der Umsatz habe sich hingegen mit 235,5 (Vj. 228,1) Mio. Euro nahezu auf dem von ihnen prognostizieren Niveau von 236,0 Mio. Euro bewegt, was einem Zuwachs von 3,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr entsprochen habe. Das operative Ergebnis (EBIT in GSC-Definition) habe mit minus 5,6 (+22,3) Mio. Euro deutlich ins negative Terrain gedreht. Ursächlich für dieses weit unter den Analystenschätzungen von plus 5,7 Mio. Euro liegende Resultat seien nach Unternehmensangaben mehrere Faktoren gewesen. Die Marseille-Kliniken AG habe hier im Wesentlichen Abschreibungen auf Vermögenswerte sowie Personalaufwendungen, Energiekosten, Instandhaltungen und Aufwendungen aufgrund verlorener Prozesse angeführt. Zudem hätten laut Unternehmensangaben im Gegensatz zu den Vorjahren im abgelaufenen Geschäftsjahr keine Einmalerträge aus dem Verkauf von Immobilien und Beteiligungen vereinnahmt werden können. Diese hätten in 2007/08 mit 20,7 Mio. Euro noch ein vergleichsweise hohes Niveau erreicht. Auf der Kostenseite habe der Materialaufwand mit über 10 Prozent überproportional auf 32,5 (Vj. 29,4) Mio. Euro zugenommen, was größtenteils aus den deutlich gestiegenen Heizkosten aufgrund des in die Berichtsperiode fallenden harten Winters 2008/09 resultiert habe. Auch der mit 124,4 (119,3) Mio. Euro traditionell größte Aufwandsposten Personal habe mit 4,3 Prozent leicht überproportional zugelegt. Hier habe das Unternehmen die gestiegenen Weiterbildungskosten und deutliche Erhöhungen der Tarifgehälter als Begründung angeführt. Der Jahresüberschuss nach Steuern und Anteilen Dritter sei aus den geschilderten Gründen um über 27 Mio. Euro auf minus 13,5 (+13,7) Mio. Euro eingebrochen. Das aufgrund von Tilgungen und im Zuge verbesserter Kreditkonditionen im kurzfristigen Bereich auf minus 5,3 (-5,9) Mio. Euro verbesserte Finanzergebnis sowie der um knapp ein Viertel auf 2,7 (3,5) Mio. Euro gesunkene Steueraufwand hätten hier einen noch dramatischeren Einbruch verhindert. Das Ergebnis je Aktie habe sich auf Basis von 12,15 Mio. Stück somit auf minus 1,12 (+1,13) Euro gestellt. Vor diesem Hintergrund sei die Dividendenstreichung für das Geschäftsjahr 2008/09 (Vj. 0,25 EUR je Aktie) nachvollziehbar, für die Aktionäre aber natürlich unbefriedigend, da sie in der Vergangenheit durchaus ein Anlageargument für die Marseille-Aktie gewesen sei. Bei der Einordnung der Zahlen sei stets zu beachten, dass die Analystenschätzungen bei den Ergebniskennziffern von den teilweise verwendeten Marseille-Zahlen um bis zu 10 Prozent abweichen könnten. Die Ursache liege darin, dass die Analysten im Gegensatz zur Marseille-Kliniken AG die operativen Kennziffern wie zum Beispiel das EBIT nicht um Korrekturposten des Analystenverbandes DVFA bereinigen würden. Bei einem Vergleich mit ihren Schätzungen sollten deshalb stets die Zahlen der ausführlichen Marseille-GuV im Geschäftsbericht beziehungsweise die in den Zwischenberichten veröffentlichten Angaben verwendet werden. Nach einem äußerst unbefriedigenden Geschäftsjahr 2008/09 (bis 30.06.), das für die Aktionäre zudem mit einer Streichung der Dividende verbunden gewesen sei, habe die Marseille-Kliniken AG jetzt nach Erachten der Analysten zufriedenstellende Halbjahreszahlen vorgelegt. Nach wie vor bewege sich das Unternehmen in einem interessanten, aber auch stark regulierten Markt. Zudem seien viele Mitbewerber nicht dem betriebswirtschaftlichen Postulat der Gewinnerzielung verpflichtet. Diese Rahmenbedingungen würden unverändert zu sehr vorsichtig angesetzten Risikoparametern in den Bewertungsmodellen der Analysten führen. Angesichts der strikten Kostendisziplin der Marseille-Kliniken AG hätten sie ihre diesen Bewertungsmodellen zugrunde liegenden Schätzungen jedoch nur leicht modifiziert. Insgesamt werde die Marseille-Aktie aus den genannten Gründen derzeit auch von den Börsenteilnehmern zurückhaltend bewertet. Nichtsdestotrotz beinhaltet eine Kursnormalisierung in den Bereich des von 7,40 Euro auf 6 Euro gesenkten Kursziels nach Erachten der Analysten von GSC Research ein einträgliches Potenzial von rund einem Viertel, so dass sie ihre Kaufempfehlung für die Marseille-Kliniken-Aktie erneuern. Wegen der im letzten Jahr ausgefallenen Dividende habe diese jedoch einen spekulativeren Charakter als in der Vergangenheit, so dass der Titel nach ihrer Einschätzung derzeit eher ein Investment für Growth- als für Value-Investoren darstelle. (Analyse vom 10.02.2010) (10.02.2010/ac/a/nw) Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten: Das Wertpapierdienstleistungsunternehmen oder ein mit ihm verbundenes Unternehmen halten an dem analysierten Unternehmen eine Beteiligung in Höhe von mindestens 1 Prozent des Grundkapitals. Weitere möglichen Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen. © 1998-2010 OnVista Group | OnVista ist eine Marke der OnVista Media GmbH. Die OnVista Media GmbH übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit der Angaben! Data powered and supplied by Interactive Data Managed Solutions AG. Informationen zu Kursqualitäten und Datenlieferanten.
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